Oft haben wir über Menschen in Entwicklungsländer geschmunzelt, die Ihre Altersvorsorge durch möglichst viele Kinder sicherten. Nun müssen wir feststellen dass wir wohl etwas zu überheblich waren. Aus meiner Sicht sind die Renten aber nicht das eigentliche Problem. Aber dazu weiter unten mehr.
Renten
Wir hören oft etwas zum Thema Sicherheit der Renten. Die untere Tabelle
verdeutlicht die Situation:
12% Staatsbedienstete sind bereits abgezogen, da diese ebenfalls mitfinanziert
werden.
Quelle: diverse Tabelle vom Bundesamt für Statistik
Heute finanzieren 34 Millionen Erwerbstätige 18 Millionen Rentner. Bei einem Durchschnittseinkommen von 30.000 EUR und 19,5% Rentenbeitrag. 2030 werden 27 Millionen Erwerbstätige 26 Millionen Rentner finanzieren.
Wenn man einen Beitragssatz von 25% annimmt, dann erhält der Durchschnittsrentner eine Rente von 649 EUR pro Monat. Diese wird wohl kaum für die Miete reichen. Einen Beitragssatz von 30% wird wohl nie jemand zahlen. Zumal die Statistiker auch mit einem Beitragssatz von über 30% für die Krankenversicherung rechnen.
Auch Forderungen nach einen immer höheren Renteneintrittsalter sind natürliche Grenzen gesetzt. Wenn man nicht gerade im Büro arbeitet, dann ist eine Arbeitszeit von über 65 Jahren recht unwahrscheinlich. Der Durchschnitt liegt heute weit unter 60 und wird auch diese nie weit überschreiten. Also hofft nicht auf eure Rente. Das lohnt nicht!
Zu versuchen, die Differenz mit der Riesterrente aufzufangen klappt nur, wenn die Inflation gering bleibt. Das wiederum kann nur funktionieren, wenn die Volkswirtschaft gesund bleibt.
Das Problem: Wenn alle Menschen Geld fürs Alter sparen und dann später im Alter ausgeben, dann steht eine größere Geldmenge einer geringeren Wirtschaftsleistung gegenüber. Dabei handelt es sich um nichts anderes als um eine vorprogrammierte Inflation. Aber immerhin sind dann die mit Zusatzrente besser dran wie die Menschen ohne. Eine Lösung für alle ist es hingegen nicht.
Volkswirtschaft
Aber ist das wirklich unser Problem. JEIN!!! Es ist wohl ehr eines der vielen Probleme die wir bei der derzeitigen Geburtenrate bekommen werden. Die Anzahl der Menschen wird mit einer Nettozuwanderung von 100.000 Menschen bis 2030 um mindestens 7 Millionen abnehmen. Das entspricht der gesamten Bevölkerung von Hessen und Saarland. Ohne Zuwanderung würden uns 11 Millionen fehlen. 7 Millionen von 82 Millionen das sind 8,5%. Wir werden uns an den gleichen Anteil an unbewohnten Häusern, weniger Kunden in unseren Geschäften und überflüssigen Strassen gewöhnen müssen. Da der Verlust von 8,5% nicht gleichmäßig alle Regionen treffen wird, werden die Auswirkungen zum Teil weit aus stärker sein. Ich würde entsprechend der Geburtenrate auf verarmte Großstädte und halbwegs normalen Zuständen auf dem Land tippen.
Eine Geburtenrate von 2,2 Kindern pro Frau ist notwendig, um eine ausgeglichene Bevölkerungszahl zu erreichen. In Deutschland haben wir 1,3. Wenn sich nichts ändert, dann landen wir irgendwann in ferner Zukunft bei 0 Einwohnern.
Lösung
Die Lösung: Wir müssen mehr Kinder zeugen! Und das ist die einzige reale Lösung. Alles andere bleibt Selbstbetrug.
Aber wer will denn wirklich 4 Kinder haben. Das gilt als nicht zu finanzieren. Und es stimmt. Kinder kosten sehr viel Geld. Wenn wir keine Kinder haben, dann können wir uns viel mehr leisten und haben später sogar noch mehr Rente. Kaum eine Familie mit Kindern kann sich noch einen Urlaub im Süden leisten. Wenn eine Familie mehr wie 2 Kinder hat, findet Sie kaum noch entsprechende Apartments. Die Reiseveranstalter haben sich halt an der Nachfrage orientiert. Dieser Trend muss umgekehrt werden. Paare mit Kindern müssen sich mehr leisten können als Paare ohne Kinder. Sie müssen sich die schöneren Reisen, die besseren Autos und die besseren Häuser leisten können.
Eine wirkliche Reform
Alle Sozialversicherungen (auch Kranken- und Pflegeversicherung) sollten die Beiträge nach Anzahl der eigenen Kinder staffeln.
Die Rentenhöhe sollte sich ebenfalls an der Anzahl der Kinder orientieren die man groß gezogen hat.
(Beispielrechnung)
Das jetzige System belohnt die Kinderlosigkeit. Obwohl die Gesellschaft durch Kinder und nicht durch Geld aufrecht gehalten wird.