Subventionen einmal anders
Ausgangslage
Unser Land ist angeblich pleite. An der örtlichen Schule fallen Stunden
aus, da das Land kein Geld für Aushilfslehrer hat. 500m weiter wirft das
Land mit dem Geld nur so um sich. Es gibt viele staatlich geförderte
Projekte. Mehrzweckturnhallen, Umgehungsstrassen und Renaturiesierungen. Sie
werden zu großen Teilen vom Land gefördert. Die Gemeinden müssen
nur noch Anträge ausfüllen. Die Projekte aus Kostengründen abzusagen
bringt für die Gemeinde keinen Sinn. Das Geld würde dann lediglich
an eine andere Gemeinde überwiesen. Es kommt nur darauf an, möglichst
den ganzen Etat zu verbrauchen.
Es mangelt offensichtlich an den richtigen Prioritäten.
Vorschlag
Die Ziele
- Die Bürger sollen entscheiden und damit die Prioritäten lenken.
- So mancher fast schlafender Subventionsempfänger soll erwachen
und sich wieder mehr um die potentiellen Kunden kümmern. (z.B. das
örtliche Heimatmuseum) Es wird eine Wettbewerbssituation geschaffen.
- In Summe werden wenigen Subventionen abgerufen als bereitgestellt werden.
- Das Geld wird nicht mehr ohne Sinn und Verstand verprasst.
- Angemessener Verwaltungsaufwand.
- Wir Bürger können uns aktiv an der Steuerung unseres Landes
beteiligen.
Der Bürger
- Der Bürger bekommt per Post oder über die Steuererklärung
Subventionsscheine inkl. Anmeldedaten zugesendet. Diese bestehen aus jeweils
einem Wert und einer TAN. Er bekommt z.B. einen 50er, zwei 20er und
einen 10er.
- Er kann sich mittels eines Browsers und den Anmeldedaten an einer Web-Site
anmelden und dort die jeweiligen Subventionsscheine an die einzelnen Projekte
vergeben. Dazu wählt er ein Projekt aus und gibt die TAN seines Scheins
ein. Dabei kann er die Höhe der bisher gesammelten Gelder und die maximal
Grenze einsehen. Zudem eine kurze Beschreibung des Projektes. Weitere Informationen
kann der Subventionsempfänger über einen Link auf seine eigene
Seite bereitstellen.
- Alternativ kann er diesen Schein z.B. auch beim Besuch des örtlichen
Heimatmuseums abgeben. Oder beim Schulbasar in eine Sammelbox werfen.
Das Land
- Beauftrag sein Rechenzentrum mit der Bereitstellung der Anwendung.
- Es gibt den Gesamtetat vor und kürzt die restlichen Subventionen
entsprechend. (z.B. 30% der Vorjahressubventionen.)
- Legt fest welche Bereiche teilnehmen müssen. z.B. alle Theater
oder Musen.
- Das Land nimmt die Anmeldungen aus den Gemeinden und Städten entgegen.
Je Projekt werden Obergrenzen festgelegt. (z.B. Vorjahressubventionen abzgl.
weiterhin fixen Anteil mal zwei.)
- Nicht genutzte Subventionsscheine werden zur Tilgung der Schulden genutzt.
Der Subventionsempfänger
- Sammelt die Subventionsscheine und gibt diese auf der gleichen Web-Site
wie der Bürger ein. Er verwendet dazu natürlich die eigenen Anmeldedaten.
Die Subventionsscheine haben zur Vereinfachung einen EAN-Strichcode für
die TAN-Nummer.
- Er bietet ggf. Nachlässe auf Eintrittspreise bei Abgabe eines Subventionsscheins.
- Über die Anzahl und die Höhe der Subventionsscheine erfährt
der Anbieter inwieweit sein Angebot den Wünschen der Bürger entspricht.
Das Rechenzentrum
- Betreibt die Web-Site.
- Sorgt dafür, das jede TAN nur einmal genutzt werden kann.
- Sperrt Anmeldekonten die versuchen TANs auszuprobieren.
- Druckt die Subventionsscheine.
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